Grillende Studenten als weicher Standortfaktor...

Autor: Martin Hülsmann

Meine Geschichte mit der CAU ist keine akademische. Dieses Kapitel habe ich in Bochum – der Stadt meiner Alma Mater – abgeschlossen. Noch in Vor-Bologna-Zeiten, aber auch damals schon in übervollen Hörsälen.

Meine Geschichte ist eine, die außerhalb des Campus spielt. Denn der Wirkungskreis einer lebendigen Universität sollte weit darüber hinausgehen. Und bei der CAU ist das so. Als meine Frau und ich vor knapp zehn Jahren aus dem von uns geliebten Hamburger Stadtteil Eimsbüttel nach Kiel zogen, war es die CAU, die uns diesen Schritt leichter gemacht hat. Ohne das quirlige Studentenleben rund um die Olshausenstraße, unserer neuen Adresse in Kiel, wäre der Bruch zwischen „Weltstadt“ Hamburg und „Landeshauptstadt“ Kiel wohl zu hart gewesen. So aber, haben wir hier leichter Wurzeln geschlagen.

Und auch wenn wir mit unseren Kindern mittlerweile etwas ruhiger wohnen, geben mir die Studenten, die im Sommer an unserer jetzigen Adresse vorbei in die Forstbaumschule ziehen und das Stadtbild prägen, immer wieder das Gefühl, in einer lebendigen, jungen Stadt zu leben. Dass Kiel eine überschaubare Landeshauptstadt ist, ohne dabei angestaubt und provinziell zu sein, hat sie ganz wesentlich der CAU und ihren Studenten zu verdanken. Sie tragen zum Flair und zur Lebensqualität der Stadt bei und werden damit zum weichen Standortfaktor. Auch für Neu-Kieler, die ihr akademisches Kapitel eigentlich schon längst abgeschlossen haben.